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Die Elbphilharmonie: ein Gebäude, das den Wandel der Zeit mit sich trägt

vor 3 Tagen
2 Min. Lesezeit

Dachfläche der Elbphilharmonie mit runden Metallscheiben, dahinter die Sonne am hellen Himmel
Die Dachlandschaft der Elbphilharmonie im Gegenlicht

Die Elbphilharmonie gehört zu den meistfotografierten Gebäuden Hamburgs, und trotzdem finde ich dort immer wieder etwas Neues. Das liegt an der Fassade selbst: Glas, das Licht auf eine Weise bricht, die sich mit jedem Wetter und jeder Tageszeit verändert.


Die Elbphilharmonie auf dem backsteinernen Kaispeicher am Elbufer in Hamburg vor klarem Himmel
Glas auf Backstein: die Elbphilharmonie auf dem Kaispeicher

Glas, Licht und der Hafen

Morgens spiegelt sich der Himmel in den Scheiben, mittags wirkt das Gebäude fast hart und kantig, abends taucht das Licht der Sonne die Wellenform in Gold. Dazu kommt der Hafen direkt davor mit Wasser, Kränen und Schiffen. Diese Kombination aus Architektur und Hafenatmosphäre ist es, die ich immer wieder suche.


Ein Blick hinter die Kulissen

Im Januar 2017 wurde die Elbphilharmonie eröffnet, im Januar 2027 wird sie zehn. Ein guter Anlass, um noch einmal Bilder vom Tag der offenen Tür hervorzuholen, aus Bereichen, die man als normaler Besucher kaum zu sehen bekommt.


Plaza der Elbphilharmonie mit Betonsäulen und geschwungener Glasfront, im Hintergrund Hafenkräne und die Silhouette eines Besuchers
Auf der Plaza: Glas, Beton und der Blick auf den Hafen
Breite Holztreppe mit schwarzen Geländern und Deckenleuchten im Foyer der Elbphilharmonie
Die große Holztreppe im Foyer

Hinter dem Großen Saal liegen die Künstlerzimmer, in denen sich Solistinnen, Solisten und Dirigenten auf den Auftritt vorbereiten. Sie sind hell, mit Flügel und Blick über die Elbe. Der Saal selbst fasst rund 2.100 Menschen. Durch die Weinberg-Architektur sitzt niemand weiter als etwa 30 Meter vom Dirigenten entfernt. Die berühmte „Weiße Haut“ aus rund 10.000 individuell gefrästen Gipsfaserplatten trägt entscheidend zur Akustik bei.


Künstlerzimmer in der Elbphilharmonie mit Klavier, weißem Sofa und großen Fenstern mit Blick auf Elbe und Hafen
Künstlerzimmer mit Klavier und Blick auf den Hafen

Am besten gefallen hat mir die Dachterrasse der Christine und Klaus-Michael Kühne Sky Lounge: Von dort sieht man die geschwungene Dachlandschaft aus einer ganz anderen Perspektive. Das Dach ist mit rund 5.800 glänzenden Pailletten bedeckt, die je nach Licht fast wie eine schimmernde Wasseroberfläche wirken.


Lounge der Christine und Klaus-Michael Kühne Sky Lounge in der Elbphilharmonie mit dunklen Sesseln im warmen Abendlicht und Blick auf Elbe und Hafen
In der Kühne Sky Lounge: warmes Licht und Blick über den Hafen
Dachterrasse der Elbphilharmonie mit runden Metallscheiben auf der geschwungenen Dachfläche, einer spiegelnden Glastür und Holzdeck
Auf der Dachterrasse: runde Scheiben, Spiegelglas und Holzdeck
Nahaufnahme des Dachs der Elbphilharmonie mit runden, gelochten Metallscheiben vor blauem Himmel
Das Dach ganz nah: runde Scheiben mit Lochmuster

Bis zum Jubiläum im Januar 2027 werden laut Hamburg Marketing voraussichtlich rund 7,4 Millionen Menschen Veranstaltungen in der Elbphilharmonie besucht haben, auf der Plaza sollen es rund 29,5 Millionen sein. Gefeiert wird der Geburtstag am 11. Januar 2027 mit einem Jubiläumskonzert des NDR Elbphilharmonie Orchesters unter Alan Gilbert gemeinsam mit der Hamburger Band Meute.


Blick in den Großen Saal der Elbphilharmonie mit dem Reflektor unter der Decke, den Rängen und leuchtenden Stufen in warmem Licht
Der Große Saal mit dem Reflektor unter der Decke

Warum ich nie das offensichtliche Motiv suche

Die Totale von der Plaza kennt jeder. Mich interessieren eher die Details: einzelne Fassadensegmente, die Linien der Brüstung, der Kontrast zwischen der glatten Fassade und dem backsteinernen Kaispeicher darunter. Aus der Nähe wird aus einem Wahrzeichen wieder ein Gebäude mit Textur.


Wellenförmig gefräste Holzverkleidung in der Elbphilharmonie in warmem Licht, Nahaufnahme der Struktur
Gefräste Holzwellen: Details, die man leicht übersieht

Ein Wahrzeichen, das sich lohnt, oft zu besuchen

Die Elbphilharmonie ist einer der wenigen Orte, an denen ich nie das Gefühl habe, „fertig“ zu sein. Jeder Besuch bei anderem Wetter, anderem Licht, anderer Jahreszeit bringt neue Bilder. Genau deshalb gehört sie zu den Orten, an die ich am häufigsten zurückkehre.


Geschwungene weiße Fassadenform der Elbphilharmonie vor dem Fenster mit Blick auf den Hafen und das Holzdeck
Die weiße Fassadenform vor dem Fenster zum Hafen
Heller Flur in der Elbphilharmonie mit schrägen weißen Säulen, gelochter Metalldecke und Lichtreflexen auf dem Parkett
Lichtreflexe im Flur mit Blick auf die Elbe

Wenn du magst

Den Blick über den Hafen bis zur Elbphilharmonie findest du im Beitrag zum Stintfang, die Geschichte unter der Elbe im Beitrag zum Alten Elbtunnel. Mehr Architekturbilder zeige ich in meinem Portfolio, ausgewählte Motive gibt es als Drucke im Shop.

Mehr von diesem Blick auf Hamburg findest du unter @felicitys_view. Für Bildanfragen, Lizenzen oder Projekte kannst du mich jederzeit anschreiben.

 
 
 

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