Die Elbphilharmonie: ein Gebäude, das den Wandel der Zeit mit sich trägt

Die Elbphilharmonie gehört zu den meistfotografierten Gebäuden Hamburgs, und trotzdem finde ich dort immer wieder etwas Neues. Das liegt an der Fassade selbst: Glas, das Licht auf eine Weise bricht, die sich mit jedem Wetter und jeder Tageszeit verändert.

Glas, Licht und der Hafen
Morgens spiegelt sich der Himmel in den Scheiben, mittags wirkt das Gebäude fast hart und kantig, abends taucht das Licht der Sonne die Wellenform in Gold. Dazu kommt der Hafen direkt davor mit Wasser, Kränen und Schiffen. Diese Kombination aus Architektur und Hafenatmosphäre ist es, die ich immer wieder suche.
Ein Blick hinter die Kulissen
Im Januar 2017 wurde die Elbphilharmonie eröffnet, im Januar 2027 wird sie zehn. Ein guter Anlass, um noch einmal Bilder vom Tag der offenen Tür hervorzuholen, aus Bereichen, die man als normaler Besucher kaum zu sehen bekommt.


Hinter dem Großen Saal liegen die Künstlerzimmer, in denen sich Solistinnen, Solisten und Dirigenten auf den Auftritt vorbereiten. Sie sind hell, mit Flügel und Blick über die Elbe. Der Saal selbst fasst rund 2.100 Menschen. Durch die Weinberg-Architektur sitzt niemand weiter als etwa 30 Meter vom Dirigenten entfernt. Die berühmte „Weiße Haut“ aus rund 10.000 individuell gefrästen Gipsfaserplatten trägt entscheidend zur Akustik bei.

Am besten gefallen hat mir die Dachterrasse der Christine und Klaus-Michael Kühne Sky Lounge: Von dort sieht man die geschwungene Dachlandschaft aus einer ganz anderen Perspektive. Das Dach ist mit rund 5.800 glänzenden Pailletten bedeckt, die je nach Licht fast wie eine schimmernde Wasseroberfläche wirken.



Bis zum Jubiläum im Januar 2027 werden laut Hamburg Marketing voraussichtlich rund 7,4 Millionen Menschen Veranstaltungen in der Elbphilharmonie besucht haben, auf der Plaza sollen es rund 29,5 Millionen sein. Gefeiert wird der Geburtstag am 11. Januar 2027 mit einem Jubiläumskonzert des NDR Elbphilharmonie Orchesters unter Alan Gilbert gemeinsam mit der Hamburger Band Meute.

Warum ich nie das offensichtliche Motiv suche
Die Totale von der Plaza kennt jeder. Mich interessieren eher die Details: einzelne Fassadensegmente, die Linien der Brüstung, der Kontrast zwischen der glatten Fassade und dem backsteinernen Kaispeicher darunter. Aus der Nähe wird aus einem Wahrzeichen wieder ein Gebäude mit Textur.

Ein Wahrzeichen, das sich lohnt, oft zu besuchen
Die Elbphilharmonie ist einer der wenigen Orte, an denen ich nie das Gefühl habe, „fertig“ zu sein. Jeder Besuch bei anderem Wetter, anderem Licht, anderer Jahreszeit bringt neue Bilder. Genau deshalb gehört sie zu den Orten, an die ich am häufigsten zurückkehre.


Wenn du magst
Den Blick über den Hafen bis zur Elbphilharmonie findest du im Beitrag zum Stintfang, die Geschichte unter der Elbe im Beitrag zum Alten Elbtunnel. Mehr Architekturbilder zeige ich in meinem Portfolio, ausgewählte Motive gibt es als Drucke im Shop.
Mehr von diesem Blick auf Hamburg findest du unter @felicitys_view. Für Bildanfragen, Lizenzen oder Projekte kannst du mich jederzeit anschreiben.


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