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Kloster St. Johannis: ein Morgen an der Alster in Eppendorf

vor 10 Minuten
2 Min. Lesezeit
Alsterdampfer auf der Alster vor dem Kloster St. Johannis in Hamburg Eppendorf, dahinter ein Turm mit grüner Kupferhaube
Ein Alsterdampfer vor dem Kloster

Diese Woche war ich früh morgens am Kloster St. Johannis in Eppendorf. Es liegt direkt an der Alster, etwas versteckt hinter Bäumen, und man läuft hier leicht vorbei, ohne zu ahnen, wie alt die Geschichte hinter diesen Mauern ist. Während ich am Ufer stand, zog ein Alsterdampfer vorbei, und das Licht kam gerade über die Bäume auf den Backstein.


Alsterdampfer fährt unter einer Brücke hindurch, im Vordergrund herbstliches Laub an der Alster in Hamburg
Herbstlaub an der Alster

Ein Kloster mit Umwegen

Gegründet hat es 1246 Gräfin Heilwig von der Lippe, als Zisterzienserinnenkloster Herwardeshude an der Elbe. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts zogen die Nonnen an die Alster, und aus Herwardeshude wurde mit der Zeit der Name des ganzen Stadtteils, Harvestehude. 1530 ging es für die Frauen in die Innenstadt, in das Kloster St. Johannis, und daher hat das Stift seinen Namen bis heute. Nach der Reformation entstand daraus 1536 ein evangelisches Stift für unverheiratete Hamburger Bürgertöchter. Nach mehreren Umzügen durch die Stadt steht es seit 1914 hier an der Alster.


Heute leben hier alleinstehende Frauen über 60 in Wohnungen auf dem Gelände. Man sieht die Anlage deshalb am besten von außen.


Gebäude des Klosters St. Johannis mit Turm im Morgenlicht, gespiegelt im Wasser der Alster
Das Kloster spiegelt sich in der Alster
Blick über die Alster auf Backsteinhäuser und den Turm des Klosters St. Johannis in Hamburg Eppendorf
Vom Ufer aus gesehen

Mein Lieblingsdetail: der Name

Harvestehude klingt nach Ernte und Herbst, und ich war im Herbst dort: Das Laub fängt gerade an, gelb zu werden, und dazwischen leuchtet der Backstein. Der Name geht allerdings auf Herwardeshude zurück, die Hude eines Mannes namens Herward. Was Hude genau heißt, Weideplatz oder Landeplatz, darüber streiten sich die Quellen. Aus Herward wurde über die Jahrhunderte Harvest, ein Zufall der Aussprache.


Reihe von Backsteinhäusern mit spitzen Giebeln am Kloster St. Johannis in Hamburg Eppendorf im warmen Licht
Giebel im warmen Licht

Backstein, Kupfer und Licht

Zwischen Klinker und Kupfer gibt es viel zu sehen: der Turm mit der grünen Haube und der Uhr, die beiden Wappen über dem Eingang, die Giebel der Häuserreihe, die im Licht ihre Farbe wechseln. Auf dem Wasser spiegelt sich alles noch einmal, und der Turm bekommt das erste Licht, wenn der Rest noch im Schatten liegt.


Backsteinturm mit grüner Kupferhaube und zwei Uhren hinter einem schmiedeeisernen Tor am Kloster St. Johannis
Der Turm am Eingang
Turm mit grüner Kupferhaube und Uhr am Kloster St. Johannis vor blauem Himmel
Kupfer und Uhr
Backsteinportal mit zwei Wappen über dem Eingang und Efeu am Kloster St. Johannis in Hamburg
Zwei Wappen über dem Eingang
Portal mit Säulen und Kupferdach an einer Backsteinfassade am Kloster St. Johannis in Hamburg
Portal mit Säulen
Backsteinhaus mit Fachwerkgiebel und einer Laterne am Kloster St. Johannis in Hamburg Eppendorf
Fachwerk und Backstein

Wenn du magst

Kloster St. Johannis, Heilwigstraße, Hamburg-Eppendorf. Mehr von diesem Blick auf Hamburg findest du unter @felicitys_view. Für Bildanfragen, Lizenzen oder Projekte kannst du mich jederzeit anschreiben.

 
 
 

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